Eucalyptus Systems
Das in der vorherigen News bereits angesprochene Programm Eucalyptus ist nun nicht mehr nur ein Projekt an der Universität von Kalifornien (Santa Barbara) sondern wagt den Spagat zur kommerziellen Vermarktung. Hierfür wurde die Firma Eucalyptus Systems aus der Taufe gehoben, die Support rund um das Programm bietet.
Was macht Eucalyptus nun genau?
Mittels Eucalyptus (Elastic Utility Computing Architecture for Linking Your Programs to Useful Systems) kann das eigene Firmen-, Universitäts-, oder Heimnetzwerk in eine Cloud umgewandelt werden. Benötigt wird hierfür ein starker Hauptrechner, der die Verteilung der Rechenlast auf die einzelnen Clients steuert, und einige Clients, die zur Berechnung genutzt werden.
Als Betriebssystem wird Linux benötigt, in der neuen Ubuntu Version 9.04 ist die Ubuntu Enterprise Cloud (basierend auf Eucalyptus) bereits implementiert. Anleitung zur Installation gibt es hier.
Da sich das Eucalyptus-Projekt anfangs an Amazons AWS orientiert hatte, ist das Programm kompatibel zu EC2 und S3, gleiche Hardware vorausgesetzt (32 oder 64bit) können die Images also für beides genutzt werden. Als Werkzeuge zur Steuerung der Cloud und der einzelnen Images kommen die API- und AMI-Tools von Amazon zum Einsatz, aber auch die Tools von Google-Apps sollen funktionieren.
Die Administration der Cloud wird über einen Browser geregelt, als Server dient hier Apache ant, dazu wird noch Java 6 benötigt, ebenso ein DHCP-Server und ein Mailprogramm (zur Verwaltung der User).
Vorerst muss man sich auch bei Eucalyptus an die Verwendung von Kommandozeilen gewöhnen, wie man das von Amazon her bereits kennt. Da Eucalyptus Systems aber das Ziel hat, das Programm mittleren und kleinen Firmen feil zu bieten, rechne ich schon bald mit Hilfsmitteln, die die Installation (was mit der Ubuntu Enterprise Cloud ja bereits umgesetzt wurde) und den Betrieb der Cloud erleichtern.
Inwieweit und ob überhaupt eine interne Cloud um eine externe, bei EC2 laufende, erweitert werden kann weiß ich noch nicht, aber das finde ich noch raus. Alles in allem sehr spannend, auch wenn sich das für meine 2.5 Rechner nicht lohnen wird, aber probieren schadet nie.
Soviel erstmal dazu.
